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Die Bengalen

        Die erste Kreuzungen der asiatischen Leopardkatze und der einheimischen Hauskatzen waren schon in den 1900er Jahren in der USA durchgeführt. Die Geschichte der Bengalenrasse startet offiziell erst in den 1960er Jahren.
Dr. Willard Centerwall, Professor für Pädiatrie und Müttergesundheit am Loyala University Medical Center, war ein engagierter Katzenzüchter und studierte als Hobby Katzengenetik. Er war einer von mehreren Forschern, die daran interessiert waren, zu untersuchen, ob die Resistenzen der asiatischen Leopardkatze gegen das felinen Leukämievirus (FLV)  auf Hybridnachkommen übertragen werden kann oder nicht.

       Gleichzeitig hat eine Katzenzüchterin namens Jean Sugden Mill (ihre Name kommt am meisten in der bengalen Geschichte vor ) den ALC mit Hauskatzen zu durchqueren, angefangen mit ihrem eigenen schwarzen Kater. Während Centerwall daran interessiert war, die Katzengenetik aus gesundheitlichen Gründen zu manipulieren, war Mills Interesse eher eine Grosse Tierliebe. Sie hat versucht, eine Hauskatze zu schaffen, die wie eine Wildkatze aussieht, in der Hoffnung, dass Menschen, die den Pelzhandel unterstützten, es schwieriger haben würden, Pelze zu kaufen. Tatsächlich bekommt Mill 1980 von Dr. Centerwall ihr erstes Exemplar einer asiatischen Leopardkatze.

        Mill und Centerwall waren nicht die einzigen, die Interesse aan der Kreuzung von Wildkatzen mit Hauskatzen zeigten. 1970 brachte der Züchter Bill Engler zwei Wurfwelpen hervor, die er "Bengals" genannt hat, indem er seinen männlichen asiatischen Leoparden Kater Shah mit zwei weiblichen Hauskatzen kreuzte. Sein Ziel war eine kleine exotische Hauskatze zu kreieren.

       Obwohl der genaue Ursprung des Namens nicht klar ist, wird der Name "Bengalische Katze" Engler gutgeschrieben. Einige vermuten, dass sie sich vom wissenschaftlichen Namen der asiatischen Leopardkatze Felis bengalensis inspirieren lässt, während andere meinen, dass sie von seinem eigenen Namen - B. Engler - abgeleitet werden könnte.
Man könnte Engler die Bengalische Katze nennen, aber nur durch Mills Engagement und harte Arbeit wurde die Rasse anerkannt. Ihre engagierte Zuchtarbeit wurde 1983 belohnt, als TICA die Bengalkatze zur Registrierung akzeptierte.
Einst eine seltene und exotische Rasse, sind die Bengalen inzwischen eine der am häufigsten ausgestellten Rassen in TICA-Shows.

        Obwohl Engler für die Benennung der bengalischen Katzenrasse verantwortlich ist, lässt sich keine moderne,
heute existierende bengalische Linie auf seine Arbeit zurückführen. Um heute eine offizielle Bengalkatze zu sein, muss die Katze mindestens vier Generationen von einem Vorfahren mit wilder Blutlinie entfernt sein. Dies bedeutet, dass moderne Bengalkatzen zwar wild aussehen, jedoch nur etwa 6% Wildblut besitzen. Einige Züchter verwenden weiterhin asiatische Leopardkatzen in ihren Zuchtprogrammen, aber die meisten modernen Bengalen werden nicht aus dem ALC, sondern aus etablierten bengalischen Blutlinien gezüchtet. Die Rasse selber ist sehr jung, nur 36 Jahre, verbreitet sich aber sehr schnell.

           Das gesundheitliche Problem dieser Rasse ist Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

Die hypertrophe Kardiomyopathie ist eine genetische Erkrankung des Herzens, die alle Lebewesen mit dem Herz treffen kann. Bei der HCM kommt es zu einer Verdickung auf der linken Herzseite des Herzmuskels. Dadurch verliert das Herz an Elastizität. Es kann immer weniger Blut durch die linke Herzkammer fließen und zu den Organen transportiert werden.
Ein verdickter Herzmuskel kann Turbulenzen im Blutfluss oder Herzklappenverschlussfehler hervorrufen. Die dadurch verursachten Herzgeräusche kann ein geübter Tierarzt mit dem Stethoskop gut hören. Oft verläuft die HCM
lange Zeit symptomlos. Es kann vorkommen, dass Tiere obwohl keine Anzeichen der Krankheit zeigen umfallen plötzlich wegen schwerer Herzrhythmusstörungen tot. Einige Katzen entwickeln Blutgerinnsel, die eine äusserst schmerzhafte Lähmung der Hinterbeine verursachen können. Dann geht es um restliche einige Minuten und eine OP. In anderen Fällen kann sich Flüssigkeit in den Lungen ansammeln, was zu Atembeschwerden führt. Wie diese Erkrankung beim Bengalen sich genau vererbt wird, ist noch nicht eindeutig geklärt. Es sind vermutlich mehrere Gene unterschiedlich für verschiedene Rassen. Das erklärt, warum ein HCM-Gentest für einzel gen beim Maine Coons, bei Bengalen keine richtige Ergebnisse zeigt. Zur Diagnostik wird das Herz der Katze mit einem Ultraschallgerät kontrolliert (Echokardiografie).
Erfahrende Kardiologe kann Verdickungen des Herzmuskels gut erkennen und beurteilen, wie das Herz schlägt und wie das Blut fliesst. Alle Zuchttiere sollten vor dem ersten Zuchteinsatz und dann regelmässig geschallt werden.
Falls der Befund positiv oder unsicher (equivocal) ist, darf mit den betroffenen Tieren unter keinen Umständen gezüchtet werden. HCM ist leider nicht heilbar. Aber mit der rechtzeitige Diagnostik kann man die betroffenen Katzen medikamentös behandeln um die Entwicklung von der Krankheit zu verlangsamen.

Diesen Artikel habe ich in einer Medien-Zeitschrift gefunden.

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